3-2-1-Backup
Backup-Faustregel: 3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medien, 1 Kopie offsite (oder Air-Gap). Mindeststandard für Ransomware-Resilienz.
135 kuratierte Begriffe rund um TPM, EOSL, Hardware-Lifecycle, Datacenter, Storage, Netzwerk, Cloud und Compliance (BAIT, MaRisk, KRITIS, NIS2, DPP, CSRD) — mit Querverweisen und Links zu den passenden Service-Pages.
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Backup-Faustregel: 3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medien, 1 Kopie offsite (oder Air-Gap). Mindeststandard für Ransomware-Resilienz.
Physische oder logische Isolation eines Systems vom Netzwerk — Standard für Backup-Archive die Ransomware-sicher sein müssen.
Storage-System ausschließlich mit SSDs/NVMe — keine rotierenden Festplatten. Sub-Millisekunden-Latenz, Standard für moderne Datenbanken und VDI.
Erfassung und Pflege aller Hardware-Assets mit Seriennummern, Standorten, Verträgen, EOSL-Daten. Basis für Wartungs-Bestandsaufnahme und Budgetplanung.
Pflicht-Vertrag nach Art. 28 DSGVO zwischen Verantwortlichem und Auftragsverarbeiter. Bei TPM-Wartung notwendig wenn Service-Techniker Zugang zu personenbezogenen Daten haben können.
BaFin-Vorgaben für IT-Sicherheit in Banken und Finanzdienstleistern. Regelt unter anderem dokumentierten Wartungsprozess mit definierten SLAs.
BAIT verlangt explizit einen dokumentierten Wartungsprozess — aber nicht zwingend einen OEM-Vertrag. Drittwartung wird von Auditoren akzeptiert sofern SLA-Verträge, Wartungsnachweise, Ersatzteil-Herkunft und Service-Logs sauber dokumentiert sind.
Physischer Server ohne Hypervisor — die Anwendung läuft direkt auf dem Betriebssystem. Maximale Performance, kein Virtualisierungs-Overhead.
BCP: Plan für den Geschäftsbetrieb bei Großstörungen. DR: technisches Wiederanlaufen der IT-Systeme. Beides zusammen ist Grundlage für KRITIS- und BAIT-konforme IT.
Routing-Protokoll des Internets — und in großen Datacentern auch intern für Spine-Leaf-Topologien. Gilt als komplex aber bewährt.
Modularer Server in dünner „Blade"-Form, mehrere in einem gemeinsamen Chassis. Hohe Dichte pro Rack-Unit, geteilte Netzteile und Kühlung.
Out-of-Band-Management-Chip im Server. Erlaubt Fernwartung (Power-Cycle, Konsolen-Zugriff, Sensoren) auch wenn das Hauptsystem nicht reagiert.
Hersteller-Marken: Dell iDRAC, HPE iLO, IBM IMM, Cisco CIMC, Lenovo XClarity. TPM-Techniker nutzen BMC für Diagnose und Bootlog-Auslesen.
Methode des deutschen BSI zur strukturierten IT-Sicherheit. Modular aufgebaut, Basis für ISO-27001-Zertifizierung nach BSI-Methodik.
Last-Test über mehrere Tage, um latente Hardware-Defekte vor dem Produktiv-Einsatz aufzudecken — Standard nach Refurbishing oder bei Tier-1-Banken.
BSI-Anforderungskatalog für Cloud-Anbieter. C5-Testat ist faktisch Pflicht für Cloud-Verträge mit Bundesbehörden und KRITIS-Betreibern.
Strukturierte Verkabelung im Rack — beschriftet, farbcodiert, mit Strain Relief. Sauberes Cable-Mgmt halbiert die Reparaturzeit bei Komponenten-Tausch.
CAPEX: Investitionsausgabe (Hardware-Kauf), abgeschrieben über Nutzungsdauer. OPEX: laufende Betriebsausgabe (Wartung, Cloud, Strom). Wartungsverträge sind OPEX, Refresh ist CAPEX.
Hardware-Refresh-Strategie die CO₂-Footprint priorisiert: Refresh nur dort wo neue Generation > 30 % Energie-Effizienz bringt, sonst Lifecycle-Verlängerung via TPM.
Workloads verschieben in Zeiten/Regionen mit grünem Strom. Beispiel: Backup-Jobs nachts wenn Wind-Strom verfügbar ist. Wird zunehmend ESG-Reporting-relevant.
ITIL-Prozess zur kontrollierten Einführung von Änderungen. Jede Hardware-Wartung mit System-Auswirkung sollte einen dokumentierten Change-Request haben.
Dokumentierter Plan wie ein Workload wieder aus der Public Cloud rausgeht. Gefordert von BAIT und KRITIS für kritische Anwendungen.
Zentrale Datenbank aller IT-Assets (Server, Storage, Switches, Verträge, Wartungs-Verträge) und ihrer Beziehungen. Voraussetzung für seriöses Lifecycle-Management.
Eigene Hardware in einem fremden Rechenzentrum hosten (statt eigenem Serverraum). Anbieter stellt Strom, Kühlung, Netzanbindung und physische Sicherheit.
Konsolidierung mehrerer Wartungsverträge auf ein gemeinsames Enddatum, damit Renewal-Verhandlungen gebündelt geführt werden können.
Komponenten-Tausch nur mit vorherigem System-Shutdown möglich (z. B. CPUs, Mainboards, RAM ohne Hot-Plug-Unterstützung). Erfordert Wartungs-Fenster.
Klassische 3-Schichten-Campus-Netzwerk-Topologie: Access-Switches (User-Ports), Distribution (Aggregation, VLANs), Core (Backbone, Routing).
Spezialisierte Klimatisierung für Datacenter — präzise Temperatur- und Luftfeuchte-Regelung, höhere Kühlleistung als normale Bürotechnik.
EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeits-Berichterstattung. Verlangt von großen Unternehmen ab GJ 2024 ESG-Daten — inkl. Scope-3-Emissionen und Circular-Economy-KPIs der eingesetzten Hardware.
CSRD löst die alte NFRD ab und betrifft schrittweise ~50.000 Unternehmen EU-weit. Für IT-Infrastruktur konkret relevant: Scope-3-Emissionen der Hardware-Lieferkette (Manufacturing, Transport, End-of-Life) und Circular-Economy-Indikatoren wie Refurbishment-Anteil oder vermiedene E-Waste-Tonnage. Drittwartung hilft hier mehrfach: Lifecycle-Verlängerung senkt Scope-3-Emissionen, Refurb-Anteil ist dokumentierbar.
Direkt am Server angeschlossenes Storage (SAS, SATA, NVMe), kein Netzwerk dazwischen. Schnellste Variante, aber nicht zwischen Servern teilbar.
Software zur zentralen Überwachung von Strom, Kühlung, Kapazität, Asset-Tracking und Verkabelung. Brückt die Lücke zwischen IT-Monitoring (Server) und Facility-Management (Strom/Klima).
Doppelte Datenblöcke werden nur einmal gespeichert. Reduziert Storage-Bedarf typisch um Faktor 5–20 bei Backup-Workloads.
Strukturierter Fehlersuch-Pfad: vom Symptom über Logs (BMC, Syslog) und POST-Codes hin zur Root Cause. Spart Tausch-Versuche und Eskalationen.
Deutsche Norm zur sicheren Datenträger-Vernichtung in 7 Sicherheits-Stufen. Banken/Behörden verlangen Stufe 5–7 mit Vernichtungsnachweis.
Liquid-Cooling-Variante: Kühlplatten sitzen direkt auf CPU/GPU. Geringeres Risiko als Immersion, kein vollständiges Tauchen. Entwicklungspfad für AI-Workloads.
Hardware die bei Auslieferung schon defekt ist. Wird via RMA-Prozess sofort getauscht, üblich innerhalb 30 Tage nach Empfang.
EU-Verordnung für Finanzsektor ab Januar 2025. Verlangt explizite Continuity-Pläne, Drittanbieter-Register und Stresstests — TPM-Anbieter müssen DORA-Anforderungen aktiv erfüllen können.
EU-weiter digitaler Produkt-Pass mit Herkunfts-, Material- und Lifecycle-Daten. Wird ab 2027 schrittweise für IT-Hardware verpflichtend (EU-Ökodesign-Verordnung).
EU-weite Datenschutzverordnung. Auch Wartungsverträge müssen die DSGVO-Konformität abdecken — TPM-Anbieter dürfen z. B. ohne AVV keine Datenträger entsorgen.
Server-RAM mit eingebauter Bit-Fehler-Erkennung und -Korrektur. Pflicht für produktive Workloads — Standard-Desktop-RAM hat das nicht.
Datenverarbeitung nahe an der Quelle (Filiale, Fabrik, Außenstandort) statt zentral in der Cloud. Wichtig für niedrige Latenz und Datenschutz.
Zeitpunkt ab dem ein Hersteller ein Produkt nicht mehr verkauft. Wartung wird oft noch einige Jahre weiter angeboten (siehe EOSL).
Zeitpunkt ab dem ein Hersteller offiziell keine Wartung, Patches oder Ersatzteile mehr für ein Hardware-Modell anbietet.
EOSL bedeutet nicht, dass die Hardware unbrauchbar wird — nur dass der OEM keine offizielle Wartung mehr leistet. TPM-Anbieter verlängern den produktiven Lebenszyklus typisch 5–10 Jahre über das EOSL-Datum hinaus, mit OEM-Original-Ersatzteilen und identischen SLAs.
Ablauf der mitgelieferten Hersteller-Garantie. Danach: entweder kostspielige OEM-Wartungsverlängerung oder Wechsel zu einem TPM-Anbieter.
Elektrostatische Entladung. Techniker tragen ESD-Bändchen beim Hardware-Eingriff — schon ein 50-V-Funke kann Chips zerstören, oft latent ohne sofortigen Defekt.
Hochgeschwindigkeits-Protokoll für SAN-Verbindungen (8/16/32/64 Gbit). Eigene HBA-Karten und FC-Switches, getrennt vom Ethernet-Netz.
Ein- oder Aktualisieren der Hardware-Firmware (BIOS, BMC, RAID-Controller, Disk-Firmware). Oft Teil des Wartungs-Eingriffs zur Behebung von Bugs.
Datacenter-Kühlung mit Außenluft (statt mechanischer Kompressoren) — möglich an kühlen Tagen oder per Wasser-Wärmetauscher. Spart 30–60 % Stromkosten.
Vor-Ort austauschbare Komponente — Festplatte, Netzteil, Lüfter, Speichermodul. TPM-Wartungstechniker bringen die FRU als Ersatzteil mit.
Systematisches Reduzieren der Angriffsfläche: unnötige Dienste deaktivieren, Default-Passwörter ändern, Firmware aktuell halten. Pflicht-Schritt bei jeder Inbetriebnahme.
Compute, Storage und Netzwerk in einer Software-definierten Box — Beispiele: Nutanix, Dell VxRail, HPE SimpliVity. Einfachere Skalierung, aber Vendor-Lock-in.
Anordnung der Server-Reihen sodass kalte Zuluft auf einer Seite einströmt, warme Abluft auf der anderen Seite austritt. Standard in modernen Datacentern.
Komponenten-Tausch im laufenden Betrieb ohne Server-Shutdown. Standard für Festplatten, Netzteile, Lüfter in Enterprise-Servern.
Mischung aus eigenem Rechenzentrum und Public Cloud. Sensible Workloads bleiben on-prem, elastische Workloads laufen in der Cloud.
Mischung aus SSDs (für Hot-Daten) und HDDs (für Cold-Daten) im gleichen Array, mit automatischem Tiering. Günstiger als All-Flash bei großen Datenmengen.
Globale Cloud-Anbieter mit Mega-Skala: Amazon AWS, Microsoft Azure, Google Cloud Platform. Typisch: Pay-per-Use, globale Verfügbarkeit, breites Service-Portfolio.
Software-Schicht die mehrere virtuelle Maschinen auf einem physischen Server abstrahiert. Beispiele: VMware ESXi, Microsoft Hyper-V, KVM, Proxmox.
IDS erkennt Angriffsmuster im Netzwerk, IPS blockiert sie aktiv. Heute meist als Modul in NGFW oder XDR-Plattformen integriert.
Server werden in dielektrische Flüssigkeit getaucht — keine Lüfter, keine Klimaanlage, deutlich höhere Leistungsdichte. Fortgeschrittene Variante von Liquid Cooling, üblich bei HPC/AI-Clustern.
Strukturierte Bearbeitung von ungeplanten Ausfällen. Priorisierung nach Impact (P1/P2/P3) bestimmt SLA-Reaktion und Eskalationsweg.
Block-Storage-Protokoll über normales IP-Ethernet. Günstigere Alternative zu Fibre Channel, aber höhere Latenz.
Internationale Norm für Umweltmanagement-Systeme. Bei IT relevant für Hardware-Disposal, Energieeffizienz und ESG-Reporting.
Internationale Norm für Informationssicherheits-Management-Systeme (ISMS). Wird häufig als Voraussetzung für Enterprise-Verträge verlangt.
Deutsches Gesetz seit 2021, das KRITIS-Bestimmungen verschärft. Senkt Schwellen, verpflichtet zu BSI-zertifizierten Komponenten und führt „Stand der Technik"-Pflicht ein.
Best-Practice-Framework für IT-Service-Management mit standardisierten Prozessen (Incident, Problem, Change, Capacity, Service Level). Industrie-Standard in größeren IT-Organisationen.
Deutsche Verordnung für Betreiber kritischer Infrastrukturen (Energie, Wasser, Gesundheit, Finanzen). Verschärfte Sicherheits- und Meldepflichten nach BSI-Gesetz.
Geplanter Austausch alternder Hardware durch eine neue Generation, meist im 3–5-Jahres-Rhythmus durch OEMs empfohlen — TPM verzögert den Refresh wirtschaftlich.
Direkte Wasser- oder Glykol-Kühlung an den heißen Komponenten (CPUs, GPUs) statt Luft. Standard für High-Density-Racks ab ~30 kW pro Rack.
Verteilt eingehende Anfragen auf mehrere Backend-Server (Layer 4 oder Layer 7). Beispiele: F5 BIG-IP, Citrix NetScaler, HAProxy.
Leihgerät während der Reparatur eines Kunden-Systems. TechCare-SLA Premium-Stufen beinhalten Loaner-Pool für kritische Workloads.
Zentrale Sammlung von System-, Anwendungs- und Sicherheits-Logs (Syslog-Standard). Bildet Grundlage für SIEM, Forensik und Compliance-Audits.
Industrie-Standard für Magnetband-Backup (LTO-7/8/9 ≈ 6/12/18 TB nativ). Niedrigste Kosten pro TB, ideal für Langzeit-Archive und Air-Gap-Backups.
Einmal-Zahlung an den OEM für eine längere garantierte Wartungs-Periode statt jährlicher Verlängerung. Selten wirtschaftlich gegenüber TPM.
BaFin-Regelwerk für Bank-IT-Outsourcing. Verlangt schriftlichen Vertrag, klare Verantwortlichkeit, Weisungs-/Prüfrecht, Notfall-Konzept, Kontinuitäts-Sicherung.
MaRisk AT 9 betrifft jede ausgelagerte Bank-IT-Dienstleistung, auch Hardware-Wartung. Sechs Pflicht-Bestandteile: (1) schriftlicher Vertrag, (2) klare Aufgaben-/Verantwortungs-Trennung, (3) Weisungsrecht des Instituts, (4) Auskunfts- und Prüfrechte (auch für Auditor), (5) Notfall-Konzept bei Wartungs-Ausfall, (6) Kontinuitätssicherung (z. B. Sub-Partner-Fallback).
Mindestens zwei unabhängige Login-Faktoren (Wissen + Besitz, z. B. Passwort + Hardware-Token oder Authenticator-App). Pflicht in BAIT/KRITIS-Umgebungen.
Kontinuierliche Überwachung von Hardware- und Service-Zustand via SNMP, Syslog oder Vendor-APIs. Beispiele: Nagios, Zabbix, PRTG, Prometheus, Datadog.
Statistischer Mittelwert wie lange eine Komponente zwischen zwei Ausfällen läuft. Wird vom Hersteller pro Modell publiziert.
Durchschnittliche Zeit von der Fehler-Erkennung bis zur Wiederherstellung. Maßgeblich für die Verfügbarkeits-Berechnung von Systemen.
Bewusst mehrere Hyperscaler parallel nutzen — gegen Vendor-Lock-in, für regionale Coverage oder um best-of-breed-Services zu kombinieren.
Datei-basiertes Storage über IP-Netzwerk (NFS / SMB). Einfacher als SAN, ideal für File-Shares, Backup-Targets, Home-Verzeichnisse.
SLA-Stufe: Reaktion oder Ersatzteil bis zum nächsten Werktag. Typisch für unkritische Systeme oder Mid-Tier-Wartungspakete.
Firewall mit Application-Awareness, IDS/IPS, SSL-Inspection und Threat-Intelligence — über klassisches Port/Protocol-Filtering hinaus.
EU-Richtlinie ab Oktober 2024 nationaler Umsetzung — erweitert KRITIS auf 18 Sektoren mit ~30.000 Pflicht-Unternehmen in DE. Verlangt SBOM, Incident-Reporting in 24h, Lieferketten-Sicherheit.
Schnelle SSD-Anbindung direkt an den PCIe-Bus, deutlich schneller als SATA/SAS. Standard für moderne All-Flash-Storage und High-IOPS-Workloads.
Hersteller der Hardware (HPE, Dell, IBM, Cisco, ...). OEM-Wartung = Wartungsvertrag direkt beim Hersteller, meist deutlich teurer als TPM.
Wartungs-Einsatz vor Ort beim Kunden — Fehlerdiagnose, Ersatzteil-Tausch, Verkabelung. Gegenstück: Offsite (Drop-off-Reparatur in der Werkstatt).
Unterscheidung zweier Auslauf-Daten: Software-Patches (Security/OS) enden oft Jahre vor dem Hardware-EOSL. Asynchroner Lifecycle wichtig für Compliance.
Beispiel: HPE ProLiant Gen9 hatte Hardware-EOSL 2024, aber iLO-Firmware-Patches liefen schon 2022 aus. Compliance-relevant: nach BAIT/KRITIS müssen Security-Patches verfügbar sein oder es braucht kompensierende Kontrollen. TPM-Vertrag deckt Hardware ab, Software-Stack braucht separate Bewertung.
Strukturierter Prozess zum Einspielen von Sicherheits- und Bugfix-Patches. Bei Hardware: Firmware-Updates für BMC, RAID, Disk; bei Software: OS, Hypervisor, Anwendungen.
Stromverteiler im Rack — entweder einfache Steckdosenleiste oder gemanagte Variante mit Strommessung pro Outlet und Remote-Schaltung.
Befristeter Pilot eines Anbieters mit echten Workloads, um Funktion und SLA in der Praxis zu prüfen. Bei TPM oft 30-Tage-Festpreis-Pilot vor Voll-Vertrag.
Vertragsstrafe bei SLA-Verletzung — z. B. Gutschrift für jede überschrittene Reaktionszeit-Stunde. Wichtige Verhandlungsposition, oft 5–15 % der Monats-Gebühr pro Verletzung.
Diagnose-Routine die der Server bei jedem Start durchläuft. POST-Codes (Beep oder LED-Muster) helfen Technikern, defekte Komponenten ohne Boot zu identifizieren.
Phase nach Ablauf der Werksgarantie, in der die Hardware weiter im Betrieb steht und Wartung benötigt — häufigster TPM-Einstiegspunkt.
Verhältnis Gesamt-Strom zu IT-Strom. PUE 1,0 = perfekt (kein Overhead für Kühlung). Moderne RZ erreichen 1,2–1,5; alte Server-Räume oft >2,0.
Höhen-Einheit eines 19″-Racks (1U = 44,45 mm). Server gibt es typisch in 1U, 2U oder 4U; ein Standard-Rack ist 42U hoch.
Klassischer Server in 19″-Rack-Form (1U, 2U, 4U Höhe). Standardform für Datacenter-Hardware.
Mehrere Festplatten als logischer Verbund — für Redundanz (RAID 1/5/6/10) oder Performance (RAID 0). Standard in Server- und Storage-Systemen.
N+1 = eine Reserve-Komponente zusätzlich zu N benötigten (z. B. 4+1 Netzteile). 2N = vollständige Doppel-Auslegung jeder Komponente.
Plan-Rhythmus für Hardware-Erneuerung, oft 3-, 4- oder 5-Jahres-Zyklus. OEMs drücken auf 3 Jahre; TPM-Strategie verlängert auf 7–10 Jahre.
Generalüberholte Hardware: getestet, gereinigt, mit aktualisierter Firmware. Oft als Ersatzteil-Quelle bei EOL-Modellen wo der OEM keine Originale mehr produziert.
Verpflichtende Kennzeichnung (Skala 1–10) wie gut ein Produkt repariert werden kann. Kommt 2027 für IT-Hardware via EU-Right-to-Repair-Verordnung.
Workloads aus der Public Cloud zurück ins eigene Datacenter holen — typisch wenn Cloud-Kosten unerwartet hoch werden oder Compliance-Anforderungen kippen.
Strategie-Entscheidung am EOSL-Übergang: Hardware durch neue Generation ersetzen (Replacement) ODER überholt und mit Refurb-Teilen weiterwarten (Refurbishment). Kostenfaktor 3–5×.
Replacement wirtschaftlich sinnvoll bei: massivem Performance-Gap, Software-Stack-Wechsel, Strom-/Kühlungs-Effizienz-Sprung. Refurbishment besser bei: stabilem Workload, ausreichendem Performance-Headroom, Investitions-Budget bereits andersweitig gebunden. Quartals-Lifecycle-Review liefert die Empfehlung pro System.
Synchrone oder asynchrone Daten-Spiegelung an einen zweiten Standort — Grundlage für Disaster Recovery.
Vor-Phase ohne Vertragsabsicht: Hersteller-Marktrecherche, Capabilities-Sammlung. Vorlauf zu RFP.
Formelle Angebots-Anfrage mit detaillierten Anforderungen. Endet meist in Vergleichs-Matrix mehrerer Anbieter. Übliche Größenordnung: ab 100 k€ Volumen.
Preisanfrage für klar spezifizierte Leistung. Schneller als RFP, ohne Anforderungs-Dokument, geeignet für Standard-Wartungsverträge.
Berechtigung zum Rückversand defekter Hardware. Bei TPM-Verträgen läuft der RMA-Prozess durch den Wartungs-Anbieter, nicht den OEM — schneller und ohne Garantie-Streit.
Verhältnis Gewinn zu Investitionskosten in einem Zeitraum. Bei TPM-Migration: typische Payback < 12 Monate, ROI > 200 % über 3 Jahre.
Maximaler Datenverlust den ein Betrieb akzeptieren kann (z. B. RPO 1 h = höchstens 1 h Daten-Lücke nach Disaster). Bestimmt die Backup- und Replikations-Frequenz.
Maximale Wiederherstellungszeit nach einem Ausfall. RTO 4 h = Service muss spätestens 4 h nach Ausfall wieder laufen. Treibt SLA-Stufen-Wahl maßgeblich.
Dediziertes Hochgeschwindigkeits-Netzwerk für Block-Storage, meist Fibre Channel. Storage erscheint dem Server als lokale Festplatte.
Maschinen-lesbare Inhalts-Liste einer Software (alle Dependencies, Versionen, Lizenzen). Pflicht-Anforderung nach NIS2 und EU Cyber Resilience Act ab 2027.
Analog zur Zutatenliste bei Lebensmitteln: ein SBOM dokumentiert jede Bibliothek, jede Version, jede Lizenz einer Software. Standard-Formate: SPDX und CycloneDX. NIS2 verlangt SBOM-Bereitstellung für eingesetzte Software bei wesentlichen Einrichtungen. Bei Hardware-Wartung relevant: Firmware-SBOM für eingebaute Komponenten (BMC, RAID-Controller, NIC).
Software-gesteuerte WAN-Verbindungen über Internet, MPLS oder LTE. Standard für Multi-Site-Unternehmen, ersetzt klassische MPLS-only-Architekturen.
Netzwerk-Konfiguration zentral aus Software statt einzelner Switch-CLIs. Vereinfacht große Datacenter, erschwert Klein-Setups durch Komplexität des Controllers.
Zentrale Sammlung und Korrelation von Security-Logs aus Servern, Netzwerk und Endpunkten. Beispiele: Splunk, IBM QRadar, Microsoft Sentinel.
Single-Sourcing: ein Hersteller für alle Systeme (Mengenrabatte, Vendor-Lock). Multi-Sourcing: mehrere OEMs (Risiko-Streuung, höhere Verwaltungs-Komplexität).
Vertraglich zugesicherte Reaktions- und Wiederherstellungszeit pro Vorfall — z. B. „4 h Reaktion 24×7" oder „Next Business Day Parts".
Übliche TPM-SLA-Stufen: Parts Only (nur Ersatzteile, kein Onsite), 5×9 NBD (Mo–Fr 9–17, Reaktion am nächsten Werktag), 24×7×4 (rund um die Uhr, 4 h Reaktion). Custom-SLAs auf Anfrage.
Punkt-in-Zeit-Abbild eines Datenstands, ohne die Daten zu kopieren. Ideal für schnelle Wiederherstellung nach Ransomware oder Bedienfehler.
Regionales Lager für OEM-Original-Ersatzteile. Entscheidend für schnelle SLA-Reaktion — TechCare hält DACH-weit Stützpunkte.
Dokumentations-Pflicht (BAIT, KRITIS, NIS2) wer Ersatzteile geliefert hat, Seriennummer, Refurbishment-Stand, Chain-of-Custody. Pro Eingriff nachweisbar.
Zwei-Schichten-Datacenter-Topologie: Leaf-Switches (ToR) verbinden Server, Spine-Switches verbinden alle Leafs. Konstante Latenz, lineare Skalierung.
Mehrere physische Switches als ein logisches Gerät verwaltet — gemeinsame Konfiguration, redundante Uplinks, Hot-Swap einzelner Switches möglich.
Automatische Verschiebung von Daten zwischen Performance-Klassen (NVMe → SSD → HDD → Tape) je nach Zugriffshäufigkeit.
Gesamtkosten einer Hardware über die komplette Lebenszeit — Anschaffung + Wartung + Strom/Kühlung + Personal + Entsorgung. Pro System über 5–10 Jahre gerechnet.
Bei IT-Hardware typischer Aufbau: ~20 % Anschaffung, ~30 % Energie + Kühlung, ~25 % Wartung, ~15 % Personal/Betrieb, ~10 % Migration/Disposal. Verlängerung der Wartungs-Phase durch TPM verschiebt das Anschaffungs-Pendel weiter nach hinten — größter TCO-Hebel über 5–10 Jahre Lebenszeit.
Datacenter-Klassifizierung des Uptime Institute. Tier I = einfach (99,67 % Uptime), Tier IV = vollredundant (99,995 %, ≤ 26 Min Ausfall/Jahr).
Branchenstandard der deutschen Automobilindustrie für Informationssicherheit. Pflicht für Lieferanten — Wartungsverträge in der Automotive-Supply-Chain brauchen TISAX-Nachweis.
Pflicht-Anhang zum AVV: konkrete Schutzmaßnahmen (Zutrittskontrollen, Verschlüsselung, Pseudonymisierung, Backup-Strategien). Wird vom Auditor regelmäßig geprüft.
Switch oben im Server-Rack, an dem alle Server desselben Racks hängen. Spart Verkabelung und ist die Standard-Topologie in modernen Datacentern.
Vendor-unabhängige Hardware-Wartung durch einen Drittanbieter — typischerweise 30–70 % günstiger als die Original-Wartung des Herstellers, mit identischen oder besseren SLAs.
Batterie-gestützte Stromversorgung die kurze Ausfälle (Sekunden bis Minuten) überbrückt und einen geordneten Shutdown bei längeren Ausfällen erlaubt.
Abhängigkeit von einem Hersteller, die einen Wechsel teuer/riskant macht. TPM reduziert Lock-in: ein Vertrag deckt mehrere OEMs ab, ohne neue Hardware kaufen zu müssen.
Mehrere logische Systeme auf einer physischen Hardware. Spart Strom, Platz und Kosten — aber: Hardware-Ausfälle treffen mehr Workloads gleichzeitig.
Logische Trennung eines physischen Netzwerks in mehrere isolierte Segmente — z. B. um Office-, Server- und Management-Verkehr zu trennen.
Geplante Zeit für unterbrechende Wartungs-Eingriffe (Firmware-Updates, Hardware-Tausch). Übliche Slots: Wochenende-Nacht, Quartals-Stillstand.
EU-Vorgabe zur Entsorgung von Elektro-Altgeräten. In Deutschland umgesetzt durch ElektroG. TPM-Anbieter mit Buyback liefern WEEE-konforme Entsorgungsnachweise.
Sicherheits-Architektur die jedes Gerät und jeden User pro Zugriff neu verifiziert — keine implizite Vertrauensstellung anhand des Netzwerk-Standorts.